Phillip Dornbuschs Projektor
Er versteht seine Musik als „Verneigung vor den Menschen im Kampf gegen Unterdrückung“ und will mit seinem Quintett nicht nur unterhalten, sondern auch politisch wirksam werden. Keine Frage: Die Musik des Berliner Tenorsaxofonisten und Komponisten Phillip Dornbusch ist auch Protestmusik, die sich mit historischen Freiheitsliedern aus den Aufständen im Iran und Estland verbindet. Dabei meidet die Band bewusst wohlfeilen Kitsch: Sie überführt die Rhythmen des Widerstands in eine eigene, kompromisslose Jazzsprache. Projektor agiert hochgradig konzeptionell und energetisch und liefert ein spannungsreiches Spiel der Kontraste, das von lyrisch-zarten Momenten bis hin zu eruptiven klanglichen Ausbrüchen reicht. Komposition und freie Improvisation greifen perfekt ineinander, getrieben von Avantgarde- und Free-Jazz-Elementen. Das Ergebnis: ein hochaktueller Konzertabend voller Struktur, rauer Energie und absoluter musikalischer Freiheit.
Phillip Dornbusch Tenorsaxofon, Klarinette / Johanna Summer Piano / Johannes Mann Gitarre / Roger Kintopf Kontrabass / Philip Adrian Dornbusch Schlagzeug