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Roger Hanschel & String Thing, Markuskirche abgesagt!


17.10.20 20.00 h

Der Jazzclub Villingen e.V. hat die für Samstag geplante Konzertveranstaltung in der Markuskirche mit Roger Hanschel &String Thing heute  schweren Herzens abgesagt.  Dies nicht, weil der Kirchenraum nicht zur Verfügung stünde, sondern weil zwei der fünf Musiker aus dem Raum Köln kommen, der aktuell als Risikogebiet eingestuft ist. Unser Hotel teilte uns heute mit, dass diese Personen negative Corona-Tests vorlegen müssen. Das ist einerseits in der Praxis kurzfristig nicht möglich, zum anderen kostet ein solcher Test pro Person rund 130 EUR und bedeutet für die Künstler einen zusätzlichen finanziellen Aufwand, der eine Fahrt zum Auftritt in den Schwarzwald kaum mehr rechtfertigt.  Die Hotelbesitzer sind angehalten, auf den Tests zu bestehen. Nachlässigkeiten werden mit erheblichen Strafen geahndet. Wir bitten um Verständnis und hoffe, dass die weiteren Konzerte stattfinden können und sich hoffentlich einiges von dem Wirrwarr um die Corona-Regeln bzw. deren Umsetzung bald wieder klärt, zumal heute das Beherbergungsverbot juristisch gekippt wurde. Da aber bei der Umsetzung noch viele Dinge unklar sind, bleibt es leider bei der Absage. Wir bemühen uns um einen Ersatztermin.

Roger Hanschel (WDR Jazzpreis 2018) hat als Komponist und Saxofonist bereits zwei CDs mit Streichquartetten (Auryn Quartett, Frankfurt Contemporary Quartet) veröffentlicht. Um seiner Zusammenarbeit mit Streichquartetten eine weitere - nun jazzige - Farbe hinzuzufügen, und um eine Trilogie abzuschließen, hat sich Hanschel an das Jazzstreichquartett String Thing gewandt, das zu den Streicher-Pionieren im Bereich improvisierter Musik und Groove in Deutschland zählt und in seiner Gründungsphase vor 30 Jahren Mitglieder des Arcado String Trio oder des Turtle Island Quartet zu seinen Mentoren zählte (Nicola Kruse-vl, Ingmar Meissner–vla, Gunther Tiedemann–vc und Jens Piezunka–b).  Die Streichquartett-Farbe wird hier darüber hinaus durch den Kontrabass erweitert. Neben der Jazzfarbe fließt auch Roger Hanschels Erfahrung mit indischer Musik in seine Kompositionen ein - etwa in Form von Tihais (dreimal wiederkehrende rhythmische Muster) und auf harmonische Weise gedeuteter indischer Skalen. "Seit langem gilt Roger Hanschel als Vertreter eines Saxofonspiels, das, ausgehend vom Jazz, sich weit über die eigenen Genregrenzen hinaus entwickelte. Sein warmer und klarer Ton, sein Verständnis für komplexe Rhythmen und schließlich seine eigenen Kompositionen führten dazu, dass man mit der Musik von Roger Hanschel inzwischen eine deutliche Vorstellung verbindet. Wie kaum ein anderer vermag er es, sich zu anderen Musikgattungen hin zu bewegen, ohne dabei in oberflächliche Attitüden abzugleiten, wie es beim sogenannten Cross-Over oft der Fall ist. Seine musikalischen Bewegungen setzen tiefer an und sind dabei zugleich natürlicher." (Emmerich Hörmann).



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