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KALO-YELE


25.03.17

Eintritt: 16.- €     ermäßigt: 14.- €

Aly Keïta ist einer der großen Meister des Balafons, des westafrikanischen Xylofons. Der Musiker aus der Elfenbeinküste führte das Balafon ein in die Musik von Joe Zawinul, Omar Sosa und Jan Garbarek. Mit dem Schweizer Klarinettisten und Saxofonisten Jan Galega Brönnimann und dem Schweizer Schlagzeuger Lucas Niggli verschmelzt er traditionelles afrikanisches Repertoire mit Jazz und Improvisation. Das Album “Kalo-Yele” (‘Mondschein’ in der Bambara-Sprache) besitzt eine menschliche und gefühlsmäßige Dimension, deren Ursprung viele Kilometer von der Schweiz entfernt und mehrere Jahrzehnte zurück liegt: Der Bassklarinettist Brönnimann ist hier auf seinen Sandkasten- und Lehmhüttenkollegen Lucas Niggli gestoßen. Beide sind in dem kleinen Kameruner Dorf Bafut aufgewachsen, sie kennen sich quasi seit dem ersten Lebensjahr. Und es sind abenteuerliche Geschichten aus dieser Zeit überliefert. Sie verbrachten also ihre Kindheit im Umkreis der Klänge und Ryhthmen westafrikanischer Musik. Das Repertoire und die Interaktion der drei sprengt alle Grenzen. Was mit einfachen Melodieführungen beginnt, wird im Verlauf des Auftritts immer komplexer, abenteuerlustiger und entfesselter. Brönnimanns Klarinetten dienen mal als elektronisch verfremdete Bassbegleitung, mal als solistische Werkzeuge, das Balafon Keitas wird bis an die Belastungsgrenze geklöppelt, und was Niggli hinter seinem Schlagzeug veranstaltet, ist ohnehin eine Disziplin für sich. Das ganze Abenteuer ist nachzuhören auf dem kürzlich erschienenen Album «Kalo-Yele» (Intakt). Höhepunkt – sowohl auf der CD als auch im Konzert – ist die Ballade «Mamabamako», die Brönnimann für seine verstorbene Mutter geschrieben hat. Da schluchzt das Gemüt.  Der französische Jazzkritiker Thierry Quénum schreibt in den Linernotes: „Sie spielen sowohl Melodie als auch Rhythmus und berühren dabei sowohl die Ränder des Jazz als auch der Weltmusik. Ist das Jazz ? – Eindeutig! Erwarte das Unerwartete, könnte ihr Motto lauten."

 

 

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